Der Holunder (Sambucus nigra)

In der Homöopathie ist Sambucus nigra (Schwarzer Holunder) ein bewährtes Akutmittel bei Atemwegserkrankungen. Das entscheidende Leitsymptom ist eine extreme, trockene Verstopfung der Nase, die Betroffene – besonders Säuglinge beim Trinken – nachts plötzlich nach Luft ringen lässt, oft begleitet von trockenem Husten und profusem Schweißen beim Erwachen.

Systemisch agiert der Holunder als verlässlicher Schutzring für die Gesundheit: Seine Blüten und Beeren aktivieren die körpereigene Abwehr, wirken stark schweißtreibend und entzündungshemmend bei fieberhaften Infekten.

In der Mythologie besetzt er als „Schwellenbaum“ den Übergang zwischen den Welten. Als Sitz der schützenden Hausgöttin Holda (Frau Holle) durfte er weder gefällt noch beschädigt werden. Er stand direkt am Hof, um Blitzschlag, Feuer und böse Geister abzuwehren. So verbindet der Holunder bis heute die tiefe Symbolik des Schutzes mit einer handfesten, biologischen Heilwirkung.

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