Die Ringelblume - Calendula officinalis

Die Calendula officinalis (Ringelblume) gehört zu den bedeutendsten Heilpflanzen in der naturheilkundlichen und homöopathischen Praxis. Ihre Wirkung ist stark organbezogen auf die Haut und das Lymphsystem ausgerichtet.

 

Naturheilkundliche Anwendung:

In der Phytotherapie wird Calendula vor allem extern als Salbe, Tinktur oder Ölauszug geschätzt. Sie wirkt antiphlogistisch (entzündungshemmend), antimikrobiell und granulationsfördernd. Haupteinsatzgebiete sind schlecht heilende, oberflächliche Wunden, Riss- und Quetschwunden, Dekubitus sowie leichte Verbrennungen. Auch bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut wird sie erfolgreich als Spülung eingesetzt.

 

Homöopathische Anwendung:

Getreu dem Ähnlichkeitsprinzip ist Calendula in der klassischen Homöopathie das Akutmittel par excellence für mechanische Verletzungen mit Gewebsverlust. Es wird angewendet, um Eiterungen zu verhindern und eine saubere, schmerzarme Vernarbung zu fördern. Typische Indikationen sind postoperativer Wundschmerz, Geburtsverletzungen (Dammrisse) oder extrahierte Zähne. Im Gegensatz zu Arnica steht hier nicht der stumpfe Bluterguss, sondern die offene, infektionsgefährdete Wunde im Vordergrund.

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